Für die Bewertung eine Messlatte anzulegen, halten wir für unangebracht, denn gewisse herausragende Eigenschaften können so stark die Jury beeindrucken, dass dagegen andere Kriterien an Gewicht verlieren.
Das Wesentliche ist der Eindruck, den die jeweilige Geschichte auf die Jury macht.
Es wird besonderer Wert auf Inhalt und sprachliche Gestaltung gelegt.
Originalität findet besondere Beachtung – etwas NEUES beeindruckt.
Das Manuskript sollte nicht langweilen oder den Leser zu lange hinhalten, bis er sich hineingelesen hat. Es sollte den Leser fesseln.
Ist ein Konzept erkennbar? Oder wird zum Beispiel nur ein „einziges Kampfgemetzel“ beschrieben? Es sollte eine „eigene Geschichte“ sein und nicht der Teil eines Gesamtwerkes.
Lässt das Manuskript einen eigenen Stil erkennen? Welche Mittel verwendet der Autor dafür? Verwendet er z.B. Metapher (zu viel oder zu wenig) bringt er eigene Ideen ein oder kopiert er nur andere Autoren?
Wie sieht es mit der Handlungslogik aus? Ist es vorstellbar, was da beschrieben wird? Bauen die Szenen aufeinander auf oder sind es nur Gedankensprünge, die zwar der Autor, aber nicht der Leser versteht? Wie schreibt er? Kompliziert, arrogant, langweilig, langatmig? Verirrt sich der Autor in anstrengenden Schachtelsätzen?
Die Textlänge sollte relativ exakt eingehalten werden, unangemessene Über- oder Unterschreitungen wirken sich negativ aus.
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